Glyko-Info

Inhaltsverzeichniss Kohlenhydrate

    1. Einleitung
    1. Zucker-Insulin-Hunger-Schaukel
    1. Erhitzte Stärke
    1. Was ist eigentlich Stärke?
    1. Auszugsmehle und Fabrikzucker als Hauptursache für die modernen Zivilisationskrankheiten
    1. Welche Kohlenhydrate sind vom Speiseplan soweit wie möglich zu verdrängen und welche zu bevorzugen..?
    1. Wie hoch sollte der Kohlenhydratanteil in der Nahrung sein..?
    1. Tips und Tricks zum einsparen unerwüschter Kohlenhydrate(Fabrikzucker, Auszugsmehle und deren Produkte)
    1. Glykämischer Index und Glykämische Last
    1. SCHLUSSBETRACHTUNGEN Wieso wird ein wertvoller Nährstoff wie die Kohlenhydrate zum Schurken Nr.1
  1. Lebensmittelpyramide nach Dragão Nordestino

Einleitung

1 g Kohlenhydrate liefert 4,1 kcal oder 17,1 kJ.
Kohlenhydrate sind reine Energielieferanten. Sie sind vor allem in Getreide und Getreideprodukten, z.B. Brot, Müsli, Reis, Nudeln, Haferflocken, zu finden. Ausserdem liefern Kartoffeln, Obst und Zucker Kohlenhydrate.
Kleine geschichtliche Information des Getreideanbaus und Getreide-Warenkunde

Unser Körper setzt Kohlenhydrate in Energie um, in dem er die Kohlenhydrate in verschiedene Bestandteile zerlegt. Alle Kohlenhydrate haben die gleichen chemischen Bestandteile, sie bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Die unterschiedlichen Anteile dieser Bestandteile machen die Qualität der Kohlenhydrate aus.

Kohlenhydrate werden unterteilt in:

  1. Einfachzucker oder Monosaccharide, z. B. Fruchtzucker oder Traubenzucker.
  2. Zweifachzucker oder Disaccharide, z. B. Malz-, Milch- oder Haushaltszucker.
  3. Vielfachzucker oder Polysaccaride, z. B. pflanzliche und tierische Stärke.

Diese Unterteilung zeigt, dass Kohlenhydrate nur ein anderes Wort für Zucker ist. Zucker ist der eigentliche Energielieferant. Die Einfach- und Zweifachzucker liefern praktisch sofort Energie. Vielfachzucker müssen für die Verwertung erst aufgespalten werden. Deshalb erhöhen sie den Blutzuckerspiegel langsamer.

Im Verdauungstrakt des Menschen können nur Monosaccharide (Glucose oder Fructose) resorbiert und verstoffwechselt werden. Deswegen müssen alle mit der Nahrung aufgenommenen Poly-, Oligo- und Disaccharide in diese kleinsten Bausteine der Kohlenhydrate aufgespalten werden.
Die Verdauung beginnt bereits im Mund beim Kauen, und endet im Dünndarm durch das Enzym alpha-Amylase,

Der Bedarf an Zucker sollte am besten durch natürliche Kohlenhydrate gedeckt werden. Diese befinden sich in Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten.
Nicht unmittelbar benötigte Glucose wird vom Körper zu Glykogen verstoffwechselt und den körpereigenen Speichereinheiten zugeführt.
Neben Muskulatur und Leber werden Gehirn und Nieren ebenfalls durch Glykogen genährt.Das Glykogen der Leber dient dabei in erster Linie der Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels, das Muskelglykogen als Energiereserve. Wenn die leichtverfügbaren Kohlenhydratvorräte verbraucht sind, können zunächst Fette, dann auch Eiweisse ihre energieliefernde Funktion übernehmen.

Übermässige Kohlenhydratzufuhr / Kohlenhydratmast wird, wenn die normale Speicherform ausgeschöpft ist, also die Glykogenvorräte ( Leber ca. 150g, Skeletmuskulatur ca. 400 – 600g ) aufgefüllt sind, in Körperfett umgewandelt und im Fettgewebe gespeichert.

Empfehlenswert ist der glykämischen Index (GI) oder glykämische Last (GL), für die Auswahl von Kohlenhydraten, im Rahmen einer gesunden Ernährung. Lebensmittel mit niedrigem GI sind dabei zu bevorzugen. Diese erhöhen den Blutzucker nicht schlagartig und die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) muss nicht ständig übermässig Insulin (körpereigene Hormon, welches der Senkung des Blutzuckerspiegels dient) produzieren. Was unweigerlich zur berüchtigten Zucker-Insulin-Hunger-Schaukel führt.
Ausserdem ist die Bauchspeicheldrüse für eine dauernd hohe Zuckerbelastung nicht gerüstet, sodass ein Nachlassen ihrer Funktionsfähigkeit, oder eine Insulinresistenz, zu vielerlei unerwünschten Zivilisationskrankheiten führen und unter anderem eine Diabetes Typ 2 und/oder Krebs die Folge sein kann.

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Zucker-Insulin-Hunger-Schaukel

Zucker-Insulin-Hunger-Schaukel

Die anabolen Wirkungen der Kohlenhydrate:
Neben der Primäraufgabe, das Gehirn und die Muskulatur mit Energie zu versorgen, haben Kohlenhydrate einige interessante funktionelle Nebenwirkungen, die wir, je nachdem was wir als Ziel haben, geschickt nutzen oder vermeiden können. Je grösser die „glykämische Ladung“ (GL) einer Mahlzeit ist, desto stärker steigt der Blutzuckerspiegel an und bewirkt eine entsprechend starke Ausschüttung von Insulin.
Insulin ist das anabolste (aufbauendste) Hormon überhaupt (viel potenter als etwa Testosteron oder Wachstumshormon), daher werden Kohlenhydrate, Protein, Fette und auch andere Nährstoffe um so massiver in die Körperzellen gedrückt, je mehr Insulin vorhanden ist. Zusätzlich bremst Insulin die Verbrennung vom Körperfett ( was für den Fettabbau [Diät]nicht gewünscht ist), vertreibt katabole (abbauende) Hormone wie Cortisol, fördert die Synthese anderer anaboler Hormone wie Testosteron und potenziert sogar noch die aufbauende Wirkung von Testosteron und Wachstumshormon.

Die Nebenwirkungen der Kohlenhydrate bezüglich Übergewicht und Volkskrankheiten:
Über die sogenannte „Blutzuckerschaukel“ steigert Insulin das Hungergefühl bis hin zum Heisshunger. Dabei bewirkt der starke Insulinausstoss nach einer Mahlzeit mit hohem GL, dass neben Aminosäuren und Fetten vor allem der Zucker bzw. die Kohlenhydrate im Blut sehr schnell in die Körperzellen gedrückt werden und der Blutzuckerspiegel weiter absinkt als normal. Der Blutzuckerspiegel sinkt unter den Wert, den der Körper aufrecht erhalten möchte und das wiederum induziert sofort das Signal „Hunger, Hunger, Hunger“!
Wie stark der Einfluss des Blutzuckerspiegels auf den Hunger ist, zeigte eine amerikanische Studie, bei der die Versuchspersonen, die Mahlzeiten mit hohem GL bekommen hatten 53 % mehr Kalorien verzehrten als die Personen welche bei mittlerem GL versorgt wurden und sogar 81 % mehr Kalorien als die Probanten welche mit niedrig GL Mahlzeiten ernährt wurden.
Wer 53% oder gar 81% mehr Kalorien am Tag zu sich nimmt kann gar nicht anders als übermässig Körperfett ansetzen, was man ja bei der Bevölkerung zunehmend sieht.

Dabei ist nicht einmal die hohe Kalorienzufuhr das Hauptproblem, vielmehr ist das durch die Blutzucker-Insulinspirale induzierte Körperverfettungsmilieu besonders kritisch. Vergessen Sie bitte nicht, dass der Körper überschüssige Kohlenhydrate zu den nicht gesundheitsfördernden gesättigten Fettsäuren umsynthetisiert und diese zusammen mit dem Nahrungsfett, mittels des in Massen kursierenden anabolen Insulins regelrecht in die Fettzellen gepresst werden, wobei das Insulin zusätzlich noch die körpereigene Fettverbrennung drosselt.

Wer permanent im erhöten Blutzuckerbereich rangiert, der trägt auch ohne die Diagnose „Typ-II-Diabetes“ einen bösartigen Risikofaktor für die immer stärker um sich greifenden Volkskrankheiten mit sich. Das stetig übersüsste Blut schädigt Gefässe, Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, Nierenschäden, Verschlusskrankheiten (Raucherbein) und Krebsleiden drohen.

Kohlenhydrate – Energiespender aber auch Krank- und Fettmacher..!

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Erhitzte Stärke

Ein Grossteil der Kohlenhydrate, die mit der menschlichen Nahrung aufgenommen werden, zählt zu den komplexen Kohlenhydraten. Sie bestehen im Wesentlichen aus Stärke und gehören demnach zur Kategorie der stärkehaltigen Nahrungsmittel, die in vier Gruppen aufgeteilt werden:

Getreide Knollen Hülsenfrüchte Obst
Weichweizen
Hartweizen
Reis
Mais
Hafer
Gerste
Roggen
Sorgho
Hirse
Kartoffeln
Süsskartoffeln
Maniok
Jamswurzeln
Taro
Tania
Bohnen
Erbsen
Kichererbsen
Linsen
dicke Bohnen
Äpfel
Bananen
Mangos

Wie schon oben erwähnt, muss diese Stärken mit Hilfe der Verdauungsenzyme in Glukose umgewandelt werden, um in den Blutkreislauf übergehen zu können.
Der Anstieg der Glykämie spiegelt die aufgenommene Menge an Glukose wieder und damit die Verdaulichkeit einer bestimmten Stärke.
Diese Amplitude wird auf der Skala der glykämischen Indexe gemessen.

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer begraben. Erhitzte und sofort danach verspiessene Stärke, ist eine:

Blutzuckerbombe
und jagt den Insulinspiegel im Blut, in unerwüschte Höhen.

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Was ist eigentlich Stärke?

Stärke ist ein ausschliesslich in Pflanzen vorkommendes Speicher-Kohlenhydrat, oder volkstümlich gesagt ein anderes Wort für Zucker.
Je nach Pflanzenart liegt sie als freie Stärkekörner (z.B. Kartoffel) oder eingebettet in einer Proteinmatrix (z.B. Getreide) vor.
Stärke kommt meistens als Kombination seiner beiden Unterarten vor, mit jeweils unterschiedlichen Gewichtungen. Stärken enthalten etwa zu 20-30 % Amylose und 70-80 % Amylopektin.

Man unterscheidet bei Stärke:

  1. Schnell verdauliche Stärke (meist in gekochten Lebensmitteln)
  2. Langsam verdauliche Stärke (meist in rohen Lebensmitteln)
  3. Resistente Stärke (Manche rohen Lebensmittel, gekochte und dann wieder erkaltete Lebensmittel)

Amylose : ist in kaltem Wasser unlöslich, in heissem dagegen recht gut,
ist im Rohzustand für den menschlichen Organismus nicht verwertbar. Erst bei Erhitzung kommt es je nach Lebensmittel, ab einer bestimmten Temperatur (70ºC), zu einer Verkleisterung durch Quellung der Stärkekörner. Nur in diesem Zustand ist Amylose für den Menschen verwertbar.
Durch unterschiedlich schnelles abkühlen und verarbeiten (rühren oder ruhen) kommt es beim rühren zu einer Erhöhung des Viskosität (Auch nach Abkühlung noch verwertbar für Menschen). In Ruhe entsteht durch den Übergang von einem gelösten in einen unlöslichen, entquollenen, mikrokristallinen Zustand die sogenannte retrogradierte Stärke.(Nicht mehr verwertbar für Menschen)

Amylopektin : In heissem Wasser lösliche Stärkekomponente,
mit hochviskosen, fadenziehenden Eigenschaften. Amylopektin hat keine Neigung zur Retrogradation (und somit zur Resistenten Stärke) bei Abkühlung. Amylopektin ist für menschliche Verdauungsenzime leicht verwertbar.

Fazit :Ah-Ha
Resistente Stärke ist der Stärkeanteil, der der Hydrolyse (Zerkleinerung grosser organischer Moleküle) durch die kohlenhydratspaltenden Enzyme im Dünndarm widersteht und daher nicht vom Körper in das Blut aufgenommen wird, um dort als Energielieferant, zur Verfügung zu stehen.
Die menschliche Genetik ist nicht darauf eingerichtet, Zucker in jegwelcher Form in Massen aufzunehmen. Genau dies aber, bewirkt die heutige Ernährungsform. Es findet eine regelrechte Kohlenhydratmast statt, durch Industrie- und Desinger-Food, die von heimtückischen Kohlenhydraten fast überquellen.

Um diese krankmachende Kohlenhydratmast zu reduzieren, empfiehlt sich, Stärkehaltige Lebensmittel,
nicht direkt aus dem Kochtopf zu essen. Immer zuerst richtig abkühlen und im Kühlschrank,
für mindestens 10 Stunden richtig durchkühlen lassen (der Amylose-Stärkeanteil wird dadurch zu Resistenter Stärke). Stärkehaltige Lebensmittel nur aufgewärmt verspeisen. Rund 1/4 bis 1/3 der sonst zugeführten Stärke,
verwandelt sich, bei dieser einfachen Massnahme in nicht verdaulichen Ballaststoff um.

Beispiel : Spaghetti (100 g ungekocht)
Werden Spaghetti al dente gekocht (max. 5 Minuten), bleibt die glykämische Last (GL) unverändert (GL Rohzustand/Ungekocht). Werden die Spaghetti zwischen 10-15 Minuten lang gekocht, steigt die glykämische Last (GL) und zwischen 15-20 steigt diese noch weiter an, da die Gelatinierung der Stärke immer mehr beschleunigt wird.
5 Min = 30 GL / 5-10 Min = 35 GL / 10-15 Min = 38 GL / 15-20 Min = 40 GL
Lässt man die Spaghetti erkalten und wärmt sie auf, oder verzehrt sie als Nudelsalat, sinkt die glykämischen Last sogar unter den GL im Rohzustand, nämlich auf 28 GL.

Solcherart Rechnungen kann man für fast alle Stärkehaltigen Lebensmittel machen. Wie sie unschwer erkennen können, lohnt es sich.

Amylose- und Amylopektin Gehalt (der Stärke) einiger oft verwendeter Nahrungsmittel

Stärkequelle Amylose in % Amylopektin in %
Bohnen 24 76
Erbsen 35 65
Gerste 22 78
Hafer 27 73
Hirse 25 75
Kartoffeln 23 77
Mais 28 72
Reis 18 82
Weizen 26 74

Das Wissen über die Stärke ist schon seit mehr als 30 Jahren bekannt, und wurde von den Gesundheitsbehörden aus was für Gründen auch immer, total vernachlässigt. Dadurch konnte die Nahrungsmittelindustrie nicht nur botanische Arten von bedenklichem Wert züchten, sondern vor allem industrielle Verfahren zur Verarbeitung, zum Garen und zum Konservieren entwickeln, die direkt dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr moderner Nahrungsmittel besorgniserregend anzuheben.

Wir wissen heute, dass Hyperinsulinismus eine heftige negativen Auswirkung auf den Stoffwechsel hat und die Ursache dafür ist, dass Fettleibigkeit, Diabetes Typ II, zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebsleiden immer weiter zunehmen.

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Auszugsmehle und Fabrikzucker als Hauptursache für die modernen Zivilisationskrankheiten

Betrachten wir die Verhältnisse der heute gängigen Lebensmittel im einzelnen, so zeigt sich, dass es nur zwei Nahrungsmittel sind, die von der Technik zu einem vitalstoff-Freien Nährstoff umgewandelt und zugleich im Riesenausmass verzehrt werden:
Die Auszugsmehle und der Fabrikzucker.
Durch den Massenkonsum werden sie zu den Totengräbern der zivilisierten Menschheit! Alle anderen Nahrungsmittel, die ebenfalls in grösseren Mengen genossen werden, wie Gemüse, Fleisch und Fleischprodukte, Kartoffeln, Milch und Milchprodukte, Obst und ähnliches werden nicht in einem solchen Grade von der Industrie verarbeitet. Noch nicht…!!
Es geschehen zwar auch bei diesen Nahrungsmitteln gewisse Eingriffe zur Konservierung und mechanischen Zerteilung (sogenannte „Teilnahrungsmittel“ wie etwa Säfte), aber im Vergleich zu den beiden Massenkonsumartikeln des Auszugsmehls und des Fabrikzuckers spielen diese für die Entstehung ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten eine zweitrangige Rolle. Vor 100 Jahren assen die Menschen vorwiegend die Naturprodukte, die der Bauer erzeugte. Heute aber hat sich zwischen den Bauern und den Verbraucher die Nahrungsmittelindustrie eingeschaltet.

Alle „isolierten“ Zucker, weisser und brauner Zucker, Traubenzucker, Fruchtzucker, Auszugsmehle usw. machen uns krank! Lebensmittel ohne Leben sind Krankheitsmittel….!!!
Die Gefährlichkeit aller dieser isolierten Zuckerarten liegt darin, dass sie vollständig frei von Vitalstoffen (= Lebensstoffen wie Mineralien, Vitaminen, sekundären Pflanzenwirkstoffen, etz.) sind, was sonst bei keinem Nahrungsmittel der Fall ist!
Totengräber

Eine weitere grosse Gefahr liegt aber noch in einem anderen Punkt, zu dessen Verständnis kurz auf wesentliche Vorgänge des Kohlenhydratstoffwechsels eingegangen werden muss:
Rohrzucker und Traubenzucker werden im menschlichen und tierischen Organismus über verschiedene Zwischenstufen bis zu Kohlensäure und Wasser abgebaut. Diese Zwischenprodukte dienen im Zusammenwirken mit Zwischenprodukten des Fett- und Eiweiss-Stoffwechsels zum Aufbau von wichtigen Körpersubstanzen. Für alle diese Reaktionen wird das Vitamin B1 benötigt. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass die Zufuhr von Vitamin B1 umso höher sein muss, je mehr vitalstoff-freier Fabrikzucker genossen wird. Der isolierte Zucker ist daher ein Vitamin-B1-Verbraucher ersten Ranges! Die grosse Gefährlichkeit des Fabrikzuckers liegt also nicht nur darin, dass er selbst frei ist von allen Vitalstoffen, also auch von Vitamin B1, sondern dass er ein Vitamin B1-Räuber ist!
Die dadurch auftretende Gefahr könnte gebannt werden, wenn in der übrigen Nahrung genügend Vitamin B1 vorhanden wäre…!
Und hier zeigt sich nun die verhängnisvolle Rolle, die die Auszugsmehlprodukte, das Graubrot / Schwarzbrot , das Weissbrot, Teigwaren, Fertigteige, Designer- und Fastfood etz., im Zusammenhang mit dem Fabrikzucker spielen:
Der Hauptlieferant von Vitamin B1 in unserer Nahrung ist nämlich der Getreidekeim. Der Bedarf des Menschen an Vitamin B1 kann daher nur gedeckt werden, wenn der Getreidekeim mitgenossen wird. Jedoch nur das Vollkornmehl enthält die vitalstoffhaltigen äusseren Schichten des Korns und den Keim!

Auch das Auszugsmehl, das vorwiegend aus Stärke besteht, ist wie der Fabrikzucker ein konzentriertes Kohlenhydrat. Es durchläuft beim Abbau auch die Zuckerstufe und benötigt deshalb ebenfalls Vitamin B1.
Die Beseitigung des Getreidekeims bei der Herstellung des Auszugsmehls wurde zu einer Zeit gefordert, als die Vitamine noch nicht entdeckt waren und man von der Bedeutung der Vitalstoffe noch nichts wusste.
Da der Getreidekeim ölhaltig ist, verdirbt das Vollkornmehl, bei dem der Keim mitgemahlen wird, durch Ranzigwerden in wenigen Wochen. Das Auszugsmehl jedoch ist durch die Entfernung des Keims haltbar, oder, anders ausgedrückt, eine tote Konserve geworden.
Für die Vorratswirtschaft zur Versorgung der Gross-Städte und aus militärischen Gründen erschien nach der alten Ernährungslehre diese Mehlkonserve als eine grosse Errungenschaft.
Dieser technische Fortschritt, der die Möglichkeit zur fabrikatorischen Herstellung einer Mehlkonserve und des Nahrungskonzentrats Zucker schaffte, war aber zugleich die Geburtsstunde der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten!
So kam es, dass die Nahrung aller zivilisierten Menschen durch einen dauernden Vitamin-B1-Mangel gekennzeichnet ist. Der Vitamin-B1-Gehalt der Nahrung breiter Volksmassen in Europa liegt bei etwa 0,8 mg pro Tag, während die Weltgesundheitsorganisation den täglichen Mindestbedarf auf 1,5 – 2,0 mg festgesetzt hat.

Wenn dieser an und für sich schon gefährliche Mangelzustand noch durch den Genuss des Vitamin-B1-Räubers Fabrikzucker / Auszugsmehl verstärkt wird, so kommt es zu den katastrophalen Verhältnissen, die heute die Kost des zivilisierten Menschen kennzeichnen und die Hauptursache für die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten darstellen.

Vitamin-B1-Mangel kann jede Stoffwechselkrankheit erzeugen
Schon allein die wissenschaftlichen Ergebnisse der Vitamin-B1-Forschung bringen einen unumstösslichen Beweis dafür, dass der Mangel an diesem Vitamin imstande ist, praktisch jede Stoffwechselkrankheit zu erzeugen, da ein gestörter Ablauf des Kohlenhydratstoffwechsels infolge der innigen Verflechtung mit dem Eiweiss- und Fettstoffwechsel eine Art Kettenreaktion von Störungen im gesamten Stoffwechsel hervorbringen muss.

Warum setzten sich neue Erkenntnisse der Ernährungswissenschaften so langsam durch?

Max Planck sagt:
„Irrlehren der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie durch neue Erkenntnisse abgelöst werden, weil nicht nur die alten Professoren, sondern auch deren Schüler aussterben müssen.“

Der Nobelpreisträger Professor Virtanen kennzeichnet die Situation treffend mit folgenden Worten:
„Falls wir uns nach der klassischen Ernährungslehre ernährt hätten, wären wir alle gestorben. Zum Glück haben sich nur wenige von uns so ernährt“.

Es sollte eigentlich allen klar sein, dass die Nahrungsmittelindustrie, die auf den Fundamenten der herkömmlichen Ernährungsphysiologie aufgebaut ist, auch heute noch ihre hartnäckigste Verteidigerin ist. Ihre Interessen liegen auf wirtschaftlichem Gebiet und nicht auf gesundheitlichem. Dass auf dem Ernährungssektor, wirtschaftliche und gesundheitliche Interessen sich oft diametral entgegenstehen, erklärt es, weshalb auch der Staat einer Entscheidung in diesen Fragen ausweicht.

Die praktische Schlussfolgerung aus dem eben gelesenen lautet:
Bevorzugung naturbelassener Kohlenhydrate, welche sich in Verbindung mit den dazugehörenden Vitalstoffen befinden und deshalb für eine optimale Ernährung sorgen. Eine weitgehende Abwendung, von den künstlichen Industrienahrungsmitteln und allen isolierten und konzentrierten Kohlenhydraten, wäre für die Gesundheit dringend wünschenswert.


Lesen Sie dazu einige wenige Auszüge aus dem Buch: „Unsere Nahrung – unser Schicksal“,
von dem Ernährungswissenschaftler Dr. med. M. O. Bruker
Dr. med. M. O. Bruker
Zivilisationskrankheiten die durch den massenhaften Konsum,
von Fabrikzucker und Auszugsmehlen verursacht werden.

Einen anderen Artikel, der auf einfache, bildliche und zuweilen recht komische Art und Weise beschreibt,
was für verherrende Auswirkungen isolierte Kohlenhydrate auf unsere Gesundheit haben,
habe ich bei www.zentrum-der-gesundheit.de gefunden.
Zucker
Fabrikzucker und Auszugsmehle (konzentrierte Kohlenhydrate) – Auswirkungen auf den Körper

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Welche Kohlenhydrate sind vom Speiseplan soweit wie möglich zu verdrängen und welche zu bevorzugen..?

Nicht alle Kohlenhydrate sind entweder ganz gute oder ganz schlechte. Einige Arten fördern Gesundheit, während andere, wenn sie häufig und in den grossen Quantitäten gegessen werden, die Gefahr für Typ 2 Diabetes und eine Menge anderer Krankheiten erhöhen können. Ja regelrecht krankmachend sind.

Keinesfalls, sollte man Kohlenhydrate komplet vom Speiseplan verbannen, jedoch die heftige „Kohlenhydratmast“ heutiger Tage, auf ein vernünftiges Mass reduzieren und ausserdem eine gesundheitsfördernde Auswahl an Kohlenhydraten sicher stellen.

Für ein gesundes Wohlbefinden ungünstige und krankmachende Kohlenhydrate:

    1. Alle isolierten und hochkonzentrierten industriell hergestellten Kohlenhydrate sollten soweit wie möglich gemieden, beziehungsweise auf höchstens 2-3 Mahlzeiten pro Woche beschränkt werden.
      Dazu gehören:
      Alle Industriezucker (weisser-, brauner-,Frucht-, Trauben-, Michzucker etz.), alle Auszugsmehle oder Produkte der Nahrungsmittelindustrie, die aus solchen hergestellt sind. (Teige, Pizza, Fastfood, Weiss- und Halbweissbrot etz.)
    1. Für alle Zuckerkonzentrate gilt dasselbe wie für den isolierten Fabrikzucker.
      Dazu gehören:
      Ahornsirup, Rübensirup, Birnendicksaft, Apfeldicksaft, Melasse, Sucanat, Vollrohrzucker-Präparate, Ur-Zucker, Ur-Süsse, Maltodextrin etz.
      Ihr geringer Gehalt an Mineralstoffen rechtfertigt ihre Empfehlung nicht…!
    1. Fast alle industriell hergestellten Fertigmahlzeiten, beinhalten eine nicht zumutbare Menge an isolierten Kohlenhydraten und schlechtesten Fetten und Ölen und sollten daher, soweit wie eben möglich, vom Speiseplan entfernt werden.
    1. Auch die oft und völlig zu unrecht gerühmten kleinen Zwischenmahlzeiten wie: Müsliriegel, Schokoriegel, Mars, Bonbons etz, bestehen zu 90% aus isolierten Kohlenhydraten und sind in grösseren Mengen genossen, krankmachende Substanzen.
  1. Künstlich Süssstoffe:
    Wenn “ZUCKERFREI” auf der Packung steht, dann denken Sie nicht mal darüber nach, es zu konsumieren! Aspartam, auch bekannt als Nutra-Sweet, Equal, Spoonfull, Canderel, Sanecta ist eine der gefährlichsten Substanzen die jemals auf die Menschheit losgelassen wurden. Nicht weit hinterher befindet sich ein weitere chemischen Süssstoff, Saccharin oder Cyclamat.
    sehen Sie dazu die Langzeitstudie aus dem Jahre 2006: STATEMENT ON A CARCINOGENICITY STUDY OF ASPARTAME BY THE EUROPEAN RAMAZZINI FOUNDATION (PDF, 0,084MB)
    Wissenschaftler des Brigham- und Frauen-Krankenhauses (BWH) in Boston, eines der Harvard-Universität angeschlossenen Lehrkrankenhauses, haben die Ergebnisse einer Studie vorgelegt, in der einige Auswirkungen künstlicher Süssstoffe auf den Körper dargestellt werden. An der Untersuchung waren 3.000 Frauen beteiligt, und die Ergebnisse zeigen, dass diejenigen Frauen, die täglich mehr als zwei künstlich gesüsste Getränke zu sich nahmen, ihr Risiko einer mehr als doppelt so rasch verlaufenden Nierenfunktionsstörung verdoppelten.
    Aspartam doubles risk of rapid kitney decline
    Auch hier wieder, kriegen wir die mächtigen Wirtschaftsinteressen der Ernährungs- und Pharmaindustrien, zu spüren. Bis ins Jahr 2000, fand man in den Seiten der FDA (Food and Drug Administration), eine Liste, die insgesammt 92 Krankheiten auflistete, die durch Aspartam gefördert oder sogar ausgelöst wurden. Diese ist nun verschwunden, und die FDA und die EFSA (European Food Safety Authority) verniedlichen seit diesem Datum die Gefahr durch künstliche Süssmittel.

Gesundheitsfördernde Kohlenhydrate

  1. Alle in ihrem natürlichen Umfeld belassenen Kohlenhydrate wie:
    Vollkornprodukte, Gemüse, Früchte, natürliche Frucht- und Gemüsesäfte (nicht Konzentrate)
  2. Natürliche und ungefährliche Süssmittel wie: Honig, Stevia und Agavennektar
  3. Bevorzugen Sie Nahrungsmittel mit niedrigem Glykämischer Index oder genauer, Glykämische Last
  4. Stärke aus Lebensmittel tierischem Ursprungs (Glykogen)

traurig
Nun meine Freunde, es macht ganz den Anschein, als sei das Kohlenhydratproblem nicht einfach zu lösen.
Fast alles was schmeckt, ist nach vielen Wirtschaftsunabhängigen Studien aus der neu und älteren Zeit, in irgend einer Weise negativ für unsere Gesundheit.

Jedoch lassen Sie den Kopf nicht hängen, nichts wird so heiss gegessen wie gekocht und obige
schwarz-weiss Malerei, bezieht sich auf die gängige Kohlenhydratmast der Jetztzeit
.
Wie wir im folgenden Abschnitt sehen werden,
gibt es durchaus gangbare Wege, um dieses Ernährungsproblem, in den Griff zu kriegen.
OK

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Wie hoch sollte der Kohlenhydratanteil in der Nahrung sein..?

Dazu gibts heute, sowohl im Net wie auch aus Büchern, eine Menge an Informationen. Die ewig gestrigen und Industrieabhängigen Ernährungsberater sowie korrupte Politiker, halten weiterhin fest, an einer krank und fett machenden Ernährungsempfehlung. Milliardenschwere Ernährungs-, Biotech- und Pharmaindustrien sind übermächtig geworden und somit Tonangebend in allen wichtigen Instanzen (WHO, Codex Alimentarius, FDA, USDA, EFSA, EUFIC, DGE etz.).

In dieser Grafik, sehen Sie auf einfache Art und Weise, diese falschen, alleine einer Profitgierigen Industrie dienende Ernährungsempfehlung.
Kohlenhydrate 55% – Fett 30% – Proteine 15%
Dazu kommt, und dies wiederum aus Profitgründen, dass 45% der Kohlenhydrate
aus Fabrikzucker und Auszugsmehlen bestehen

Aktuelle Kohlenhydratbilanz

Hunderte von Studien sprechen eine ganz andere Sprache. Moderne, unabhänige Ernährungswissenschafler und auch manche der alten Garde, machen die Menschen ohne Unterlass auf diese Falsche, sich dem Siechtum und Tod verpflichtende Ernährung aufmerksam. Offizielle Instanzen, reagieren unter dem Einfluss der Industriegiganten kaum noch und wenn, allenfalls zu Gusten dieser krimminellen Vereinigungen. Es ist höchste Zeit, dass wir unser Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen, und diesen unsittlichen Machenschaften ein Ende setzen.

Die Adipositasepidemie mit modernen Erkenntnissen stoppen – das ist die Intention eines „Konsenspapiers Ernährung 2008“ der Ernährungsexperten Prof. Volker Pudel, Dr. Nicolai Worm und Dr. Hardy Walle. Es soll die Empfehlungen der DGE ablösen.
Kernstück ist eine moderate Niedrigkohlenhydraternährung, die aus 20 bis 30 Prozent Eiweiß, 30 bis 40 Prozent Fett und 30 bis 40 Prozent Kohlenhydraten besteht,
und laut Worm, den Namen „ausgewogene Mischkost“ tatsächlich verdient. Die DGE Empfehlungen sehen 8 bis 10 Prozent Protein, 30 bis 35 Prozent Fett und mindestens 50 Prozent Kohlenhydrate vor. Diese Vorgaben der DGE sind für viele Ernährungsinstitutionen und auch für die meisten Krankenkassen in Deutschland bindend.

Konsenspapiers Ernaehrung 2008 nach Worm

Alte Zöpfe abschneiden (PDF, 0,254MB)

Wie kann man eine Gewichtszunahme stoppen?
Nach ersten Ergebnissen der Diogenes-Studie muss die Antwort lauten: Erhöhen Sie den Proteinanteil ihrer Nahrung anstatt auf Lebensmittel mit einem niedrigen Glykämischen Index zu setzen.
The Diogenes Project – Diet, Obesity and Genes (PDF, 0,235MB)

Eine ähnliche Meinung vertritt Walter C. Willett, Arzt, Epidemiologe und Ernährungswissenschaftler, Professor of Nutrition an der Harvard Medical School und Vorstand am Harvard School of Public Health, Department of Nutrition. Mit dem Unterschied zu Worms, dass die einzusparenden Kohlenhydrate besser durch, für die Gesundheit wertvolle Öle und Fette, zu ersetzen sind.

Walter Willett

Walter Willett Ernaehrungsbilanz

Willetts Spezialgebiet ist die Erforschung der Zusammenhänge zwischen menschlichen Ernährungsgewohnheiten und der Entstehung von Krankheiten und hat auf diesem Gebiet neben mehr als 1000 wissenschaftlichen Aufsätzen das Lehrbuch Nutritional Epidemiology (1998) publiziert. Seine Erkenntnisse und Empfehlungen sind auch in populärwissenschaftlicher Literatur veröffentlicht, u.a. in dem 2001 erschienenen Bestseller Eat, Drink and be Healthy:
The Harvard Medical School Guide To Healthy Eating.
Willett ist Koautor der Nurses‘ Health Study, einer Langzeit-Untersuchungen zu den gesundheitlichen Folgen der menschlichen Ernährungsgewohnheiten mit mehr als 1’000’000 Probanten/innen.
Interview mit Walter C. Willett zur heutigen Ernährungslage und den wüschenswerten Veränderungen

Is dietary fat a major determinant of body fat? (PDF, 0,055MB)

Dietary fat and obesity: an unconvincing relation (PDF 0,096MB)

Mir persönlich geht eine Reduzierung der Kohlenhydrate auf 25 – 33 % / täglich nicht weit genug. Aus Jahrelanger persönlicher und oft leidvoller Erfahrung bin ich schlauer und belesener geworden. Menschen die Gewicht verlieren, oder auch in der zweiten Hälfte ihres Lebens gesund bleiben wollen, ohne dazu einen ganzen Wandschrank voller Medikamente zu benötigen, sollten eine Niedrig-Kohlenhydraternährung von maximal 20% Kohlenhydrate / täglich einhalten.

Kohlenhydratbilanz nach DragaoNordestino

Das Konzept, einer Niedrig-Kohlenhydraternährung ist nicht etwa ein verrückt meiner Wenigkeit, wie dies hier vielleicht den Anschein macht. Sondern eine, heute schon weitverbreitete Ernährungsform, informierter und schlau gewordener Menschen.

Ein heute unter den meisten Menschen noch kaum bekannter Faktor, der die niedrig Kohlenhydraternährung nicht nur unterstützt, sondern geradezu einfordert, ist das erst 1999 entdeckte Hormon Ghrelin.

Heisshunger      Ghrelin das Hungerhormon

Ghrelin wird vor allem in der Magenschleimhaut gebildet, während sich Synthese-Prozesse in kleinerem Umfang auch in anderen Organen feststellen lassen. Ghrelin steuert Appetit und Sättigungsgefühl, indem es Signale vom Magen an das Gehirn sendet. Grundsätzlich steigt der Spiegel vor einer Mahlzeit an und signalisiert dem Gehirn Hunger, um sich nach einem sättigenden Essen wieder abzusenken. In einigen Studien stellte sich bereits heraus, dass die in einer Mahlzeit aufgenommene Nährstoffkonzentration unterschiedliche Kurvenverläufe der Ghrelin-Senkung nach dem Essen bewirkt. So sinkt der Pegel am wenigsten und langsamsten nach dem Konsum von Fetten, während eiweissreiche Nahrung dauerhaft den niedrigsten Pegel garantiert (University of Washington School of Medicine) und somit ein effektives Sättigungsgefühl hervorruft.
Kohlenhydrate bewirkten zwar kurzfristig eine noch erheblichere Absenkung als Proteine, nach etwa 3 Stunden jedoch pendelte sich der Hormonspiegel überraschenderweise, sogar auf einer noch höheren Ebene als zuvor, wieder ein.

Eine Bestätigung der Ernährungsexperten Prof. Volker Pudel, Dr. Nicolai Worm und Dr. Hardy Walle und auch Walter C. Willett (siehe ein wenig weiter oben), die fordern, einen Grossenteil der Kohlenhydrate durch Proteine zu ersetzen.

Wenn Sie sich über die Proteine und Fette Sorgen machen,
welche bei einer „Low-Carb-Ernährung“ die unerwüschten Kohlenhydrate ersetzen, ,
lassen Sie sich gesagt sein, dass dies völlig unbegründet ist.
Informieren und machen Sie sich Schlau, in den Kapiteln:
Proteine ——- Nahrungsfette und Öle

OK

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Tips und Tricks zum einsparen unerwüschter Kohlenhydrate (Fabrikzucker, Auszugsmehle und deren Produkte)

Zum abkühlen noch eine Bemerkung, bevor wir mit den Tips und Tricks anfangen:
Wie bei fast allem, macht die Menge das Gift. Ein Hamburger oder eine Industriepizza, eine Sachertorte oder ein Kebab, ein Muesliriegel oder Mars zum Beispiel, von Zeit zu Zeit genossen, wird kaum einen grösseren Schaden anrichten. Das Problem ist der dauernde Konsum dieser Erzeugnisse von morgens bis abends und dies Tag-täglich.

  1. Verzichten Sie soweit wie möglich auf diese Produkte   Industriefood
  2. Überwinden Sie ihre Bequemlichkeit und stellen Sie Saucen und Suppen wieder selber her.
    Benutzen Sie wenn möglich kein Weissmehl zum abbinden.(Braucht 60g Weiss-Mehl pro lt. = 240 kcal)
    Gemüse-Suppen: wenn nötig mit verkochten, pürierten Kartoffeln und Zwiebeln oder mit Sojamehl (wie gewöhnliche Stärke oder Weissmehl verwenden [nur 6% Kohlenhydrate pro 100g])abbinden
    Püree-Suppen: binden sich selber ab aus der Gemüsestärke von Kartoffel, Karotten, Zwiebel oder Sojamehl zum abbinden benutzen (wie gewöhnliche Stärke oder Weissmehl verwenden [nur 6% Kohlenhydrate pro 100g])
    Creme-Suppen: Sauerrahm oder Sahne mit Eigelb verquirlen, unter rühren zur Suppe geben, nicht mehr kochen lassen (1 dl Sahne oder Sauerrahm und 2-3 Eigelb pro lt Suppe) oder Sojamehl zum abbinden benutzen (wie gewöhnliche Stärke oder Weissmehl verwenden nur [6% Kohlenhydrate pro 100g])
    Fleischbrühen: Eine Handvoll Reis mit kochen, und anschliessend absieben (pro lt. Brühe) oder Sojamehl zum abbinden benutzen (wie gewöhnliche Stärke oder Weissmehl verwenden [nur 6% Kohlenhydrate pro 100g])
    weisse Saucen: Sauerrahm oder Sahne mit Eigelb verquirlen, unter rühren zur Gemüse-, Fischbrühe oder Milch für Bechamel geben, nicht mehr kochen lassen (1 dl Sahne oder Sauerrahm und 2-3 Eigelb pro lt Sauce) oder Sojamehl zum abbinden benutzen (wie gewöhnliche Stärke oder Weissmehl verwenden nur [6% Kohlenhydrate pro 100g])
    braune Saucen: Zwei Handvoll Reis mit kochen, und anschliessend absieben (pro lt. Sauce) oder Sojamehl zum abbinden benutzen (wie gewöhnliche Stärke oder Weissmehl verwenden nur [6% Kohlenhydrate pro 100g])
    Stärke zum Abinden: Nur wenn unbedingt nötig, bevorzugt Arrowroot, Kartoffel- oder Maisstärke (ca 15g pro lt.)
  3. Frühstück: Essen sie mal wieder Schinken, Speck, Eier, Käse, Butter, Früchte, Nüsse, Sojaprodukte (in kleineren Mengen), 1-2 Scheiben Vollkornbrot zum Frühstück, anstelle sich den Bauch mit Unmengen von Kohlenhydraten (Weiss-Brot, Industrie-Marmelade und Margarine, Müesli, super zuckrige Cornflakes etz) vollzuschlagen.
  4. Zwischenmahlzeiten: Eine Handvoll Nüsse (Baumnüsse, Macadamia, Pistazien, Erdnüsse), Früchte oder knappern Sie an einem Rohessgemüse (Karotten, Stangensellerie, Essiggurken, Tomaten etz).
  5. Hauptmahlzeiten: Schneiden sie nicht alles Fett vom Fleisch (Tut Ihnen gut, siehe Fette), essen sie mehr Proteine und Gemüse und nur wenig Beilagen.
  6. Salate: Würzen sie Ihre Salate mit genügend guten Ölen (Olivenöl, Leinsamenöl etz.[Tut Ihnen gut, siehe Fette])
  7. Sojaprodukte Warum nicht mal zu Abwechslung Sojaprodukte (in kleineren Mengen)verwenden. Sind schmackhaft und Kohlenhydratarm (6% Kohlenhydrate pro 100g)
  8. Stärkehaltige Lebensmittel: siehe Inhaltsverzeichniss, Erhitzte Stärke. Befolgen Sie den Tip, und verringern so den Zuckeranteil um 20 – 30 %

Anmerkung: Vorsicht bei Konsum von grösseren Mengen Sojaprodukten.
siehe Proteine, Einige Gedanken zu Soja-Proteinen

Glykämischer Index und Glykämische Last

Bereits seit Anfang der 80er Jahre ist bekannt, dass unterschiedliche Nahrungsmittel mit gleicher Kohlenhydratmenge zu unterschiedlich schnellen und hohen Blutzuckeranstieg führen. Diese unterschiedliche Blutzuckerwirkung wird Glykämischer Index genannt.
Je höher der Index, desto schnelleren Blutzuckeranstieg.
Der Glykämische Index (GI) gibt in Zahlen die blutzuckersteigernde Wirkung der Kohlenhydrate bzw. der Lebensmittel an. Die blutzuckersteigernde Wirkung von Glucose (Traubenzucker) dient als Messlatte und hat den Referenzwert von 100 zugewiesen bekommen.

Der GI wurde zu Forschungszwecken entwickelt (schwierig für den Alltagsgebrauch) und beschreibt die Blutzuckerreaktion auf die Zufuhr von 100g Kohlenhydraten, die über ein bestimmtes Lebensmittel zugeführt werden, und nicht die Reaktion auf 100g Lebensmittel.

Eine Weiterentwicklung des GI ist die Glykämische Last (GL / Glyx)
Um den GI alltagsfreundlicher zu machen, wurde die Glykämische Last, kurz GL / Glyx entwickelt. Die Glykämische Last berücksichtigt den GI und die Portionsgrösse der zu sich genommene Menge an Kohlenhydraten.
Beispiel:
Der Glykämische Index (GI) von gekochten Salzkartoffeln liegt bei 70. Da Salzkartoffeln kohlenhydratarm sind (100g = 14,8 Kal.), müssten rund 700g Salzkartoffeln gegessen werden, um so 100 Kohlenhydrate zuzuführen. Anders bei kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln: Zucker hat ebenfalls einen GI von 70, 100g davon liefern aber 98 Kohlenhydrate. Es genügen daher 100g Zucker, um die gewünschte Menge von 100 Kohlenhydraten zuzuführen. Bezogen auf den GI von 70 lautet die Aussage demnach: Die Aufnahme von 700g Salzkartoffeln führt zu demselben Blutzuckeranstieg wie die Aufnahme von 100g Zucker.
Der Einfluss einer bestimmten Lebensmittelmenge auf den Blutzuckerspiegel läst sich mit dem GL sinnvoller darstellen und vergleichen.
Die Formel für die GL lautet: GL = GI : 100 x (Kohlenhydrat-Menge je 100 g Lebensmittel)

Bei der GL werden Werte kleiner als 10 als „gut“, von 10 bis 20 als „mittelmäßig“ und alles über 20 als „schlecht“ angesehen. Je niedriger die glykämische Last eines Lebensmittels um so geringer der Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und um so kleiner die Ausschüttung von Insulin. Generell sollten also bei einer gesunden Ernährung möglichst Kohlenhydratquellen mit einer niedrigen GL gewählt werden.
Glyx-Tabelle von einigen Lebensmitteln

Sehr hoher Glykämischer Index
Lebensmittel, die einen explosiven Blutzuckeranstieg bewirken, haben einen GI von über 100.

Hoher Glykämischer Index
Lebensmittel, die einen raschen und hohen Blutzuckeranstieg bewirken, haben einen GI zwischen 70 und 100.

Mittlerer Glykämischer Index
Lebensmittel mit mittlerem GI liegen zwischen 55 und 70.

Niedriger Glykämischer Index
Lebensmittel, nach deren Verzehr der Blutzucker nur flach und gering ansteigt, haben einen GI unter 55.

Glykämische Index einiger Lebensmittel

Index Lebensmittel Index Lebensmittel
150 Maltose 146 Glucose tablets
136 Lucozade 128 Rice Bubbles
110 Bier 108 Donut
100 Glucose (Traubenzucker) 95 Bratkartoffeln
95 Reismehl 95 modifizierte Stärke
90 Pommes frites 90 Kartoffelpüreepulver
90 Chips 85 gekochte Karotten
85 Brezel 85 Schnellkochreis
85 Reispudding 85 Puffreis
80 Honig 80 Cornflakes, Popcorn
80 gekochte Saubohnen 80 Coca-Cola, Limonade
75 Wassermelone 75 Riesenkürbis
70 Zucker 70 Weißbrot, Baguette
70 Croissant 70 Popcorn
70 Schokolade 70 Salzkartoffeln
70 Kekse 70 Mais
70 Weißer Reis 70 Teigwaren, Ravioli
65 Rosinen 65 Mischbrot
65 Pellkartoffeln 65 Rüben
65 Ananas 65 gezuckerte Konfitüre
60 weißer Grieß 60 Langkornreis
60 Banane, Melone 55 weiße Spaghetti, weichgekocht
55 Sandgebäck 50 Vollkorn- oder Kleiebrot
50 Naturreis 50 Basmatireis
50 Erbsen aus der Dose 50 Süßkartoffel
50 Vollkornteigwaren 45 Spaghetti (al dente)
45 Orangensaft 45 Wildreis
40 frische Erbsen 40 Pfirsiche/Pflaumen
40 Vollkorngetreideflocken o/Zucker 40 Haferflocken
40 rote Bohnen 40 frischer Fruchtsaft o/Zucker
40 Pumpernickel 40 Vollkornbrot
40 Vollkornteigwaren (al dente) 35 Feigen, getrocknete Aprikosen
35 Indianischer Mais 35 Apfel, Birne
32 Kirschen 30 Kidney-Bohnen
30 rohe Karotten 30 Milchprodukte
30 Trockenbohnen 30 Braune/gelbe Linsen
30 Kichererbsen 30 andere frische Früchte
30 grüne Bohnen 30 Glasnudeln
30 Fruchtaufstrich 25 Vollmilch
22 grüne Linsen 22 Trockenerbsen
22 schwarze Schokolade 20 Fructose
15 Soja, Erdnüsse 15 frische Aprikosen
15 grünes Gemüse, Tomaten 15 Auberginen, Zucchini…
15 Knoblauch, Zwiebeln 10 Nopal prickly pear/cactus

Wer es noch umfassender wissen möchte: Glykämischer INDEX / Glykämische Last und Kohlenhydrate nach Nahrungsmitteln

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SCHLUSSBETRACHTUNGEN Wieso wird ein wertvoller Nährstoff wie die Kohlenhydrate zum Schurken Nr.1

Kohlenhydrate liefern Energie in Sekunden
Der menschliche Organismus benötigt für jegliche körperliche Aktivität Energie. Diese Energie wird am schnellsten von Kohlenhydraten zur Verfügung gestellt. Solange zwischen der Energieaufnahme von Zucker und dem Energieverbrauch des Zuckers ein Gleichgewicht, also eine ausgeglichene Energiebilanz, herrscht, ist das auch vollkommen unproblematisch.

SportlerSchwerarbeit 1  schwerarbeit 2  Schwerarbeit 3

In der heutigen Zeit ist es aber jedoch so, dass die meisten Menschen viel mehr Energie durch schnelle Kohlenhydrate (Fabrikzucker + Auszugsmehle) aufnehmen, als ihr Körper in maximal 1 – 2 Stunden verbrauchen kann.

Die honigsüsse Harnuhr
(Aufsatz von Hans-Heinrich Jörgensen, Heilpraktiker seit 1962 und Vizepräsident des Biochemischen Bundes Deutschlands.)

Leichtarbeit  Leichtarbeit 2  Leichtarbeit 3

Alle nicht verbrauchten Zucker, müssen dann, vom Körper schnellstens entsorgt werden, um eine Verklebung der Blutbahnen zu verhindern.

Was passiert mit dem Zuviel an Energie in Zuckerform?
Als erstes werden die Kohlenhydratspeicher, die ein begrenztes Fassungsvermögen (ca. 700g in Leber und Muskeln) aufweisen, gefüllt, dass heisst, wenn diese nicht schon ohnehin, durch die dauernede Kohlenhydrat-Futterei, voll sind. Alle weiteren Zucker, die nicht mehr gespeichert werden können, unterliegen einer Umwandlung in Fett und werden in die körpereigenen Fettdepots eingelagert.

Fettleibig  Fettleibig 2  Fettleibig 3
Fettleibig 4

Wie dies in der Realität aussieht können Sie hier an diesem Beispiel mitverfolgen:
Zur Vereinfachung werden Proteine und Fette ignoriert..!Ein durchschnittlich bewegungsarmer Mensch, futtert zum Frühstück

  1. 100g zuckrige Cornflakes (oder sonstige gezuckerte Cerealien [Müesli]) = 80 KH, mit ca. 1,5 dl Milch = 2 KH, insgesammt 82g Kohlenhydrate
  2. 100g Brot = 49 KH mit 25g Marmelade = 20 KH und Diätmargarine (könnte auch Butter sein), insgesammt 69g Kohlenhydrate
  3. 1 kleine Banane (50g) = 12g Kohlenhydrate

Alles schnelle Zucker die in kürzester Zeit in die Blutbahnen gelangen (ist auch bei Vollkornprodukten nicht wesentlich anders).
Insgesammt: 163g Kohlenhydrate = 689 kcal

Auffüllen der Kohlenhydratspeicher (Nachtruhe): 100g Kohlenhydrate = 420 kcal
Verbleiben: 63g Kohlenhydrate = 265 kcal Kohlenhydrate die innerhalb 1 – 2 Stunden verbraucht werden sollten.
Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 60 kcal pro Stunde, beziehungsweise 120 kcal für 2 Stunden, müssen schon jetzt, am beginnenden Morgen, 265 kcal – 120 kcal = 145 kcal Kohlenhydrate in Form von Fett gespeichert werden. Dies entspricht in etwa 16g Fett.Durch die Niederdrückung des Kohlenhydrat-Tsunami durch Insulin, verspührt der Körper schon bald wieder Hunger, eine Zwischenmahlzeit muss her

  1. 1 Müsliriegel 50g = 35g Kohlenhydrate
  2. 1 Apfel 100g = 6g Kohlenhydrate
  3. 2 dl Erfrischungsgetränk(Limonade, Fruchtsäfte etz) = 20g Kohlenhydrate

Wiederum alles schnelle Zucker die in kürzester Zeit in die Blutbahnen gelangen (ist auch bei Vollkornprodukten nicht wesentlich anders).
Insgesammt: 61g Kohlenhydrate = 257 kcal

Kohlenhydratspeicher sind voll..! 257 kcal Kohlenhydrate die innerhalb 1 – 2 Stunden (bis Mittag) verbraucht werden sollten
257 kcal – 120 kcal = wiederum müssen 137 kcal Kohlenhydrate in Form von Fett gespeichert werden. Dies entspricht in etwa 15g Fett.Obligatorisches Mittagessen

  1. 2 dl Gerstensuppe = 6g Kohlenhydrate
  2. 100g Spagetti = 75g Kohlenhydrate
  3. 1 Creme caramel (100g) = 70g Kohlenhydrate

Wiederum alles schnelle Zucker die in kürzester Zeit in die Blutbahnen gelangen (ist auch bei Vollkornprodukten nicht wesentlich anders).
Insgesammt: 151g Kohlenhydrate = 634 kcal

Kohlenhydratspeicher sind voll..! 634 kcal Kohlenhydrate die innerhalb 1 – 2 Stunden verbraucht werden sollten
634 kcal – 120 kcal = auch hier wieder müssen 514 kcal Kohlenhydrate in Form von Fett gespeichert werden. Dies entspricht in etwa 56g Fett.Durch die Niederdrückung des Kohlenhydrat-Tsunami durch Insulin, verspührt der Körper schon bald wieder Hunger, eine Zwischenmahlzeit muss her

  1. 1 kleines Sandwich 100g Vollkornbrot = 45g Kohlenhydrate
  2. 1 gr. Tasse Tee, 10g Rohzucker = 10g Kohlenhydrate

Wiederum alles schnelle Zucker die in kürzester Zeit in die Blutbahnen gelangen (ist auch bei Vollkornprodukten nicht wesentlich anders).
Insgesammt: 55g Kohlenhydrate = 231 kcal

Kohlenhydratspeicher sind voll..! 231 kcal Kohlenhydrate die innerhalb 1 – 2 Stunden verbraucht werden sollten
231 kcal – 120 kcal = auch hier wieder müssen 111 kcal Kohlenhydrate in Form von Fett gespeichert werden. Dies entspricht in etwa 12g Fett.Obligatorisches Abendessen

  1. 150g Ravioli = 90g Kohlenhydrate

Wiederum einschneller Zucker der in kürzester Zeit in die Blutbahnen gelangt (ist auch bei Vollkornprodukten nicht wesentlich anders).
Insgesammt: 90g Kohlenhydrate = 378 kcal

Kohlenhydratspeicher sind voll..! 378 kcal Kohlenhydrate die innerhalb 1 – 2 Stunden verbraucht werden sollten
378 kcal – 120 kcal = auch hier wieder müssen 258 kcal Kohlenhydrate in Form von Fett gespeichert werden. Dies entspricht in etwa 28g Fett.

Wie man an diesem Beispiel sehen kann, habe ich nicht etwa ein riesen Tagesangebot an Nahrung angenommen, sondern es eher bescheiden angehen lassen. Auch wurden kcal von Proteinen und Fetten bewusst ausgeklammert.
Fazit:
Insgesammt wurden 520g schnelle Kohlenhydrade verzehrt, wobei 100g für das auffüllen des Kohlenhydratspeichers am morgen wegfallen. Also 420g KH mit einem Brennwert von 1764 kcal.
Was bedeutet dies, bei einem Durchschnittsverbrauch eines bewegungsarmen Menschens, von 80 – 100 kcal pro Stundein diesem beschriebenen 9-Stunden Tag..?
Nehmen wir die obere Grenze: 9 x 100 kcal = 900 kcal Verbrauch
Aufgenommene schnelle Kohlenhydrate 1764 kcal

Überschuss der durch das Insulin in die Fettzellen gepresst werden muss = 864 kcal = ca. 90g Fett

Natürlich ist der Tag noch nicht zu Ende, es fehlen immerhin noch 15 Stunden. Bedenken Sie jedoch, dass Kohlenhydrate bei vollen Körperspeichern, und nichtverbrauch, sofort zu Fett Verstoffwechselt und in die Fettdepots eingelagert werden. Bedenken Sie auch, dass bei dieser kleinen Rechnung die kcal von Proteinen und Fetten nicht mitgerechnet wurden, diese jedoch mindestens weitere 1200 kcal ausmachen dürften.

Wie man aus obiger Rechnung ohne weiteres feststellen kann ist der Kohlenhydratbeitrag in der Nahrung, für den heutigen Durchschnittsmenschen viel zu hoch..!!!

Soviele schnelle Zucker können vom Durchschnittsmenschen gar nicht verbraucht werden.

Wie man auch schön sehen kann, kann nur rund die Hälfte der verspiesenen Kohlenhydrate verbraucht werden, mit anderen Worten ausgedrückt,
man bräuchte nur etwa die Hälfte, dieser Kohlenhydrate, zu essen.
Der restliche Energiebedarf, wird ja sowieso schon, auch bei der obigen Zuckermast, von Proteinen und Fetten gedeckt. Errinnern wir uns; Diese zuviel gegessenen Kohlenhydrate stehen nicht mehr direkt zur Verfügung, weil der Überschuss zu Fett Verstoffwechselt wurde.

In diesem Sinne ist Niedrig-Kohlenhydraternährung oder Low-Carbernährung zu verstehen. Das Abschneiden der überflüssigen, dick und krank machenden Hälfte der täglichen Kohlenhydratzufuhr. Somit, wenn heute 50% und mehr, der Energiezufuhr durch Kohlenhydrate, von unverantwortlichen Stellen, empfohlen wird, was in etwa obigem Beispiel entspricht, sollten Sie diese Empfehlung halbieren. Kohlenhydrate, sollten die 25% Grenze der täglichen Energiezufuhr nicht überschreiten.

der autor  Der autor

Kohlenhydrate in Samen von Getreide und Pseudogetreide sowie,
in Knollen, Wurzeln und Ganzpflanzen verschiedener Arten.

von Prof. Dr. Walter H. Schuster und
Prof. Dr. Richard A. Marquard
Justus-Liebig-Universität Giessen, PDF, 12 Mb, 270 Seiten

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